Eine kolumbianische Firma entwickelt ein Cannabis-Extrakt, das zu 62% gegen das Coronavirus schützt

Eine kolumbianische Firma entwickelt ein Cannabis-Extrakt, das zu 62% gegen das Coronavirus schützt

Durch: Teresa Garcia Ärtzlich

Die kolumbianische Firma Pideka und die Universität von Antioquía entwickeln gerade ein Cannabis-Extrakt zur Vorbeugung gegen das für COVID-19 verantwortliche Virus SARS-CoV-2, das bei den jüngsten Testserien einen Wirkungsgrad von 62% erreicht hat.

Wie die technische Leiterin des Unternehmens, Martha Liliana Vega, in einem Interview mit Forbes erklärte, wurde zuerst nachgewiesen, dass die Versuchszellen durch Substanzen, die in 1ml, 10ml und 100ml Cannabis-Extrakt aufgelöst waren, keinen Schaden nahmen. Danach wurden diese Zellkulturen dem Virus ausgesetzt, wobei man 62% an positiven Ergebnissen erhielt.

Das ist kein schlechter Wert, denn laut derselben Pharmazeutin hat Chloroquin einen Wirkungsgrad von 73%. Nach Angaben des Spanischen Amtes für Medikamente und Gesundheitsprodukte (Agencia Española de Medicamentos y Productos Sanitarios, AEMPS) vom Mai ist diese Substanz weitläufig zum Einsatz gekommen, obwohl zu den Nebenwirkungen Störungen des Herzrhythmus und auch auf neuropsychiatrischer Ebene zählen und obwohl die antivirale Wirksamkeit von Chloroquin nur im Reagenzglas nachgewiesen wurde – so wie das bis jetzt auch beim Cannabis-Extrakt von Pideka der Fall ist – und bei einer Patientenauswahl mit beschränkter Aussagekraft und Methodologie. Schon im Juni wies das AEMPS darauf hin, dass die Versuche mit Chloroquin/Hydroxychloroquin bei Personen, die dem Virus ausgesetzt waren und angesteckt wurden, keine positiven Resultate hervorbrachten, und dass noch zu überprüfen war, ob die Substanz als Prävention für Personen geeignet war, die noch nicht mit dem Virus in Berührung gekommen waren.

 

 

Im Fall des von Pideka entwickelten Cannabis-Extrakts ist noch ein weiter Weg zurückzulegen. Die Leiterin des Unternehmens führt aus, dass zur Entwicklung eines auf diesem Cannabis-Extrakt basierenden Gesundheitsproduktes noch vorklinische und klinische Studien ausständig sind und dass es noch keinen Termin für die Erprobung an Menschen gibt. Aber die Firma denkt bereits daran, dass zu den Folgeprodukten unter anderem Medikamente gegen Entzündungen, zur Virus-Vorbeugung und auch Desinfektionsmittel für den Gebrauch zuhause, in Spitälern oder in industriellen Anlagen zählen könnten.

Das Unternehmen hat die kolumbianische Regierung um Hilfe zur Beschleunigung der Tests gebeten und es ist auch mit dem nationalen Gesundheitsamt und verschiedenen Universitäten in Kontakt, zusätzlich zur jener von Antioquía. In ihrem Interview mit Forbes hat die Direktorin der Firma bestätigt, dass sie auch mit spanischen Akteuren im Gespräch sind, aber dazu derzeit keine genaueren Angaben machen können.

Die Veröffentlichung der vorläufigen Resultate des Cannabis-Extrakts im Bereich der COVID-19-Vorbeugung erfolgt zu einem Zeitpunkt, wo die kolumbianische Regierung über die Branchenübergreifende Kommission für Strategische Projekte (Comisión Intersectorial de Proyectos Estratégicos) mehrere kolumbianische Unternehmen im Bereich des medizinischen Cannabis zu Projekten von nationalem strategischen Interesse (proyectos de interés estratégico nacional, PINE) erklärt, unter ihnen PharmaCielo, Khiron oder Clever Leaves. Das wird es ihnen erlauben, Prozesse für Zertifikate, Lizenzen und Genehmigungen zu beschleunigen. Das Ziel: die Positionierung Kolumbiens als Spitzenreiter am Markt für medizinisches Cannabis. Pideka scheint allerdings nicht in der Liste der begünstigten Unternehmen auf.

Pideka gehört seit Oktober 2019 zur US-amerikanischen Ikänik Farms, eine Firma mit Sitz in Kalifornien die zugleich zur Iknk Brands Gesellschaft unter dem Vorsitz von Brian Bacca gehört, und in welcher der Spanier Borja Sanz de Madrid den Posten des Internationalen Direktors innehat. Sanz de Madrid ist ein Mitglied der Familie Sanz, Eigentümerin der International Jewelry Group, die, so die Webseite von Iknk, die spanische und die marokkanische Königsfamilie zu ihren renommierten Kunden zählt. Derzeit hat das Unternehmen Cannabis-Zuchtanlagen in Kolumbien und Kalifornien, wo es auch Cannabis für den Freizeitgebrauch anbaut. Pideka ist der pharmazeutische Zweig von Iknk, mit einer Lizenz für den Indoor-Anbau in einer Plantage in der Nähe von Bogotá.

Die Kannabia Seed Company verkauft ihren Kunden ein Sammlerprodukt, ein Souvenir. Wir können und sollen keine Anbauberatung geben, da unser Produkt nicht dafür bestimmt ist.

Wir sind nicht verantwortlich für die illegale Nutzung der hier veröffentlichten Informationen durch Dritte. Der Anbau von Cannabis für den Eigenverbrauch ist eine Tätigkeit, die bestimmten gesetzlichen Beschränkungen unterliegt, die von Staat zu Staat unterschiedlich sind. Wir empfehlen, die geltende Gesetzgebung im Wohnsitzland zu überprüfen, um zu vermeiden, dass Sie einer illegalen Aktivität nachgehen.

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