Thailand legalisiert als erstes Land des asiatischen Südostens Medizinisches Cannabis

Thailand legalisiert als erstes Land des asiatischen Südostens Medizinisches Cannabis

Durch: Laura Rueda Aktivismus

Der Weihnachtstag stand in Thailand auch im Zeichen des Cannabis. In diesem Land ist der 25. Dezember kein Feiertag, und das nationale gesetzgebende Gremium befürwortete die Legalisierung von Cannabis für medizinische, Forschungs- und Entwicklungszwecke. Das Gesetz muss noch vom König abgesegnet werden, bevor es im Königlichen Gesetzblatt veröffentlicht und somit wirksam wird.

Aber wenn alles seinen Lauf nimmt, dann wäre Thailand das erste Land des asiatischen Südostens, das sich der weltweiten Tendenz zur Legalisierung der Pflanze für therapeutische Ziele anschließt. Diese Woche war in Thailand noch aus anderen Gründen geschichtsträchtig. Das Land mit seinen 69 Millionen Einwohnern anerkannte auch die gleichgeschlechtliche Ehe.

Thailand legalisiert als erstes Land des asiatischen Südostens Medizinisches Cannabis

Ein klares Ja zu Kratom und medizinischem Cannabis

166 Jastimmen und 13 Stimmenthaltungen. Das waren die Abstimmungsergebnisse der außerordentlichen Sitzung des thailändischen Parlaments am vergangenen 25. Dezember. Die Regierung präsentierte einen Abänderungsantrag für das Drogengesetz von 1979. Das Resultat war ein klares Ja zu Cannabis für Heil- und Forschungszwecke sowie zu Kratom, einer Pflanze mit stimulierender, schmerzstillender und betäubender Wirkung.

Die 13 Stimmenthaltungen kamen von Abgeordneten, die direkt von der seit dem Staatsstreich 2014 an der Macht befindlichen Militärjunta ausgewählt worden waren. Seitdem der aktuelle Premierminister Prayut Chan-ocha am 22. Mai 2014 einen Staatsstreich anführte, wird Thailand vom Militär regiert. Für die erste Jahreshälfte 2019 sind Wahlen geplant.

Wirtschaftliche Vorteile

Von nun an werden Produktion, Import, Export, Besitz und Konsum von Cannabis und Kratom legal sein. Das Gesetz stellt klar, dass der Anbau überwacht werden wird und ausschließlich der Konsum für medizinische Zwecke erlaubt sein wird, da die Verwendung als Genussmittel auch weiterhin untersagt ist.

Nach Schätzungen des Präsidenten des nationalen Landwirtschaftsrats, Prapat Panyachartrak, in einem Interview für AFP, kann diese Maßnahme bis zu 100 Milliarden Baht Gewinn pro Jahr bringen, etwa 2,7 Milliarden Euro, erwirtschaftet durch den Anbau von Marihuana und den Verkauf von Gras und Cannabisöl.

Mehr Mitglieder im Kontrollkomitee

Die thailändische Nationalversammlung befürwortete auch die Erhöhung der Anzahl der Mitglieder des Drogenkontrollkomitees. Ab jetzt werden es 25 Mitglieder sein statt 17. Diese werden die Genehmigungen für Herstellung, Import, Export und Besitz der zwei Pflanzen (Cannabis und Kratom) überwachen.

Mit dieser Novellierung werden die Patienten ein ärztliches Gutachten oder Rezept benötigen, ausgestellt von Allgemeinmedizinern, Zahnärzten oder Spezialisten für traditionelle und indigene Medizin. Deshalb dürfen die medizinischen Nutzer keine größeren Mengen bei sich führen als für die Behandlung notwendig, denn das wäre illegal. Wer von den Behörden keine Lizenz erhält, riskiert eine Geldstrafe von bis zu einer Million Baht (ca. 26.900 Euro) und 5 – 15 Jahre Gefängnis.

Nach 83 Jahren wieder legal

Sobald die Veröffentlichung im Königlichen Gesetzblatt erfolgt, wird Cannabis nach 83 Jahren, seit dem Verbot von 1935, wieder legal sein. Das ist eine gute Nachricht für ein Land mit landwirtschaftlicher Tradition (v.a. Reis und Kautschuk), in welchem bis in die 1930er-Jahre Cannabis als Schmerz-, Betäubungs- und Anregungsmittel zur Behandlung von Schmerzen und Erschöpfungszuständen verwendet wurde.

Thailand legalisiert als erstes Land des asiatischen Südostens Medizinisches Cannabis

Seit damals waren die Strafen für den Besitz oder Transport von Cannabis sehr hart. Für unter 10kg konnten es bis zu fünf Jahren Gefängnis sein, ab dieser Menge bis zu 15 Jahren. Eine derart strenge Gesetzgebung ist für die Staaten des asiatischen Südostens typisch. Singapur, Indonesien oder Malaysia gehen sogar noch weiter und können Drogenhändler, auch bei Cannabis, mit dem Tod bestrafen.

Kontroverse

Die Polemik hat nicht lange auf sich warten lassen und die ersten Patentanträge ausländischer Firmen sind schon eingelangt. Es könnte vom eigentlichen Ziel der Legalisierung wegführen, wenn die ausländischen Firmen den Markt kontrollieren und es den thailändischen Patienten und Forschern schwieriger machen. Deshalb wird der Dekan des Ragsit-Instituts für integrative und altersvorbeugende Medizin, Panthep Puapongpan, von der Regierung die Ablehnung dieser Anträge vor dem Inkrafttretendes Gesetzes fordern.

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