Medizinische Eminenzen aus ganz Amerika fordern in Peru von ihren Regierungen Zugang zu Marihuana

Medizinische Eminenzen aus ganz Amerika fordern in Peru von ihren Regierungen Zugang zu Marihuana

Durch: Laura Rueda Ärtzlich

Der Januar hat mit der Abhaltung eines einzigartigen und geschichtsträchtigen Events in Lima begonnen, dem Primer Encuentro Americano de Profesionales en Fitocannabinoides(Erste Amerikanische Zusammenkunft von Experten für Phytocannabinoide). Eines der vorrangigen Ziele war die Unterzeichnung der Lima-Erklärung zu Cannabis für medizinische Zwecke, ein Übereinkommen, das von den Regierungen und der UNO das Einleiten der nötigen politischen Schritte zur Implementierung der medizinischen Nutzung der Pflanze verlangt und das sich öffentlich zu den Regulierungen äußert.

Wissenschaftler, Fachärzte und Experten für die medizinische Anwendung von Cannabis aus Nord- und Südamerika kamen in Räumlichkeiten der Ärztekammer von Peru am 10. und 11. Januar 2019 zusammen, um den aktuellen Stand der Nutzung der Pflanze am amerikanischen Kontinent zu klären und eine Erklärung zu unterzeichnen, welche die Regierungen aller Regionen des Kontinents zur Schaffung eines sicheren und hochwertigen Zugangs zur Pflanze bewegt. 

„Die Verfügbarkeit von Cannabis Sativa für unsere Kranken in den Ländern der Region ist eine Priorität, die uns heute zu dieser Zusammenkunft in der bezaubernden Stadt Lima und zur Festlegung des klinischen, wissenschaftlichen und legislativen State-of-the Art zwingt, um derart etwas zur Verbesserung der Gesundheit unserer Bevölkerung beizutragen, denn das ist die Bewertungsgrundlage, die uns zusammenbringen muss: es gibt in Amerika hunderttausende Patienten, die ärztlich verschriebenes Cannabis benutzen“, versicherte der chilenische Arzt Dr. Sergio Sánchez bei der Eröffnungsrede.

Allgemeiner Zugang zu Cannabis

Die Organisatoren waren ärztliche Vereinigungen, welche in Peru, Chile und Argentinien Cannabistherapien durchführen. Sie luden Gesundheitsexperten vom ganzen amerikanischen Kontinent ein, um einen spezialisierten, seriösen, wissenschaftlichen und professionellen Wissensblock zu schaffen, der die Regierungen dazu bewegen kann, den Zugang zu dieser Pflanze so zu regulieren, dass sie auf sichere und standardisierte Art genutzt werden kann. Uruguay, Argentinien, Chile, Peru, Paraguay, Brasilien, Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Mexiko und Canada waren durch spezialisierte Ärzte vertreten.

„Es ist der erste Versuch Erfahrungen zu teilen, Abläufe zu vereinheitlichen und die Gesundheitsexperten zusammenzubringen, die in Amerika leben und auf dem Gebiet des medizinischen Cannabis tätig sind, mit dem Ziel einen sachkundigen, seriösen, wissenschaftlichen und professionellen Wissensblock zu gründen“, wurde auf der Webseite von einem der Veranstalter, Lationamérica Reforma(Lateinamerika Reformiert), verlautbart.

Medizinische Eminenzen aus ganz Amerika fordern in Peru von ihren Regierungen Zugang zu Marihuana

Die traditionelle Medizin verändern

Wenngleich es viele Meinungen zu dieser neuen Art von Medikation geben mag, so wurde bei der Zusammenkunft zum Ausdruck gebracht, dass man versuchen muss sie zu verstehen. Und obwohl es viele Ansichten zu diesem Thema gibt, waren sich alle einig, dass das Wichtigste eine offene Debatte ist, nicht nur unter Ärzten sondern auch unter Experten aus unterschiedlichen Teilbereichen und unter den Benutzern selbst. Und zwar deshalb, wie sie mit Nachdruck betonten, weil sie alle versuchen Abläufe festzulegen oder zu vereinheitlichen, um zu sehen, wie sich diese Art von Behandlung mit dem Modell der traditionellen Medizin in Einklang bringen lässt.

Mariela Hernández von Latinoamérica Reformadrückt es in ihrer Presseaussendung so aus: „Als allgemeine Schlussfolgerung wurde anerkannt, dass eine große Veränderung in der medizinischen Praxis stattfinden wird und dieser Aufruf ist eine Einladung an die Bildungseinrichtungen, Forschungszweige zu eröffnen, die zur Erweiterung einer ausschließlich faktenorientierten Sichtweise beitragen und zu versuchen, mehr mit der von den Patienten selbst gewählten alternativen Behandlungsform ihrer Krankheiten in Kontakt zu sein, was aufgrund von falschen Mythen oder Dogmen von prohibitionsbefürwortenden Ärzten behindert wird.“

Die Lima-Deklaration

„Die Regierungen unserer Länder sind dazu aufgerufen, den Zugang zur Cannabispflanze und deren Weiterverarbeitungsprodukten basierend auf dem Einheitsabkommen über die Betäubungsmittel von 1961, welches die medizinische und wissenschaftliche Nutzung aller aufgelisteten Arten erlaubt, zu regulieren“, können wir in der Lima-Deklaration lesen.

„Die Generalversammlung der Vereinten Nationen wird ersucht, all denjenigen den Zugang zu Cannabis zu ermöglichen, die es aus ärztlicher Sicht benötigen. Die Regierungen des amerikanischen Kontinents werden dazu angeregt, ihre nationale Gesetzgebung unter rein wissenschaftlichen Gesichtspunkten zu aktualisieren, um die Regulierung des Handelsverkehrs von Cannabis für medizinische Zwecke oder Forschungszwecke zu erleichtern.“

Aber die Petitionen machen hier insofern nicht halt, als dass auch die Behörden für Gesundheit und Wissenschaft dazu aufgefordert werden sich auf dem Laufenden zu halten, um Entscheidungen aufgrund wissenschaftlicher Sachlagen und ohne Angst vor Konsequenzen anderer Art zu treffen. Die im Gesundheitsbereich Tätigen werden ersucht beizutragen, indem sie informiert auf Patienten zugehen, die eine Cannabistherapie benötigen. Und die Patienten sollen weiterhin ihr Recht auf reale Konsummöglichkeiten, auf den Besitz für medizinische Zwecke und auf die Verabreichung von Cannabistherapien verteidigen.

Sowohl die im Gesundheitsbereich Tätigen als auch die Patienten werden in diesem Dokument darum gebeten, sich aktiv zu beteiligen und die politische Entwicklung in ihren Ländern aufmerksam zu verfolgen. Zwei Tage lang teilten Experten aus ganz Amerika den neuesten Stand der Wissenschaft zum Thema medizinisches Cannabis. Der medizinische Leiter der kanadischen Canopy Growth Corporation, Dr. Mark Ware, besprach die Errungenschaften und die Herausforderungen bei der klinischen Erforschung von Cannabis und seinen Weiterverarbeitungsprodukten.

Eine weltweite Tendenz

Immer mehr Ärzte wollen diese Thematik kennenlernen und ihr diesbezügliches Wissen vertiefen. Trotz der Verbote und Einschränkungen gibt es viele Experten, die Cannabis als Behandlungsform empfehlen. Es ist eine hilfreiche Tatsache, dass viele Patienten dank der Behandlung mit der Pflanze eine Linderung ihrer Schmerzen und Krankheitssymptome feststellen. Diese Art von Veranstaltungen beweist, dass diese Tendenz erst am Anfang steht.

Der Ball ist jetzt bei den lokalen Verwaltungen, welche die gesetzlichen Änderungen vorantreiben müssen um zu verhindern, das tausende von Nutzern wie Kriminelle oder Drogenhändler behandelt werden, wenn sie in Wirklichkeit ihre Lebensqualität verbessern wollen indem sie Zugang zu einer Behandlung suchen, die von einem ausgebildeten Arzt legal und gültig verordnet wurde.

Aus diesem Grund haben die Teilnehmer beschlossen, mit diesen Arbeitstreffen weiterzumachen und eine internationale Vereinigung zu gründen, in der alle im Gesundheitsbereich Tätigen zusammengefasst sind, die ihren Patienten Cannabis für medizinische Zwecke verschreiben. So wird es ihnen möglich sein bei der Regulierung weiterzukommen, die Qualität der Produkte zu kontrollieren, Forschung und Wissensstand voranzutreiben und zusätzlich ein stärkeres Netzwerk aufzubauen, um Vorurteilen entgegenzutreten und die Grundargumente der Prohibitionsbefürworter mit wissenschaftlichen Argumenten zu widerlegen.

Das Treffen wird 2020 in Chile fortgesetzt. Diese erste Auflage wurde von den Organisationen Latinoamérica Reforma(Lateinamerika Reformiert) aus Chile, Sociedad Médica del Cannabis(Medizinische Gesellschaft des Cannabis) aus Peru und Anandamedaus Argentinien organisiert. Eingeladen waren Ciencias para la Cannabis(Wissenschaft fürs Cannabis) und Sociedad Médica de Enteógenos y Cannabis(Medizinische Gesellschaft für Entheogene und Cannabis) aus Chile, México Unido Contra la Delincuencia(Mexiko vereint gegen die Kriminalität) und die Sociedad Uruguaya de Endocannabinología(Gesellschaft für Endocannabinologie von Uruguay).

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