Der Öko-Bau mittels Hempcrete

Der Öko-Bau mittels Hempcrete

Durch: Laura Rueda Kultur

In letzter Zeit wird viel von einem Trend im Zusammenhang mit der Hanf-Welt und der Bauwirtschaft gesprochen. Die Rede ist von Hempcrete, einem Material das hervorsticht, weil es leicht aber zugleich widerstandsfähig ist und zusätzlich außergewöhnlich hinsichtlich der Regulierung von Feuchtigkeit und Temperatur. Wenn wir zu alldem noch hinzufügen, dass es nachhaltig ist, brandsicher und als CO2-negativ eingestuft wird, dann verstehen wir nicht, warum es nicht schon viel mehr bei der Errichtung von Gebäuden auf der ganzen Welt zum Einsatz kommt.

Es ist richtig, dass der Hempcrete in einigen europäischen Ländern ein bekannter Trend ist und seit Jahrzehnten verwendet wird, wie zum Beispiel in Frankreich seit den 90er-Jahren. Aktuell sind auch Orte wir das Vereinigte Königreich, die Niederlande oder Deutschland dazugekommen. Und in Nordamerika beginnt man, ihm immer mehr Bedeutung beizumessen. Aber wenn wir von unserem Land sprechen, dann sieht die Sache anders aus. In Spanien handelt es sich noch immer um eine vollkommen neue Methode, beinahe unbekannt, wenn wir uns nicht in Kreisen bewegen, wo es normal ist, über Hanf zu sprechen.

Hanf-Beton

Aber was ist nun dieses Hempcrete? Das Wort mischt zwei Begriffe aus dem Englischen: Hemp, was Hanf bedeutet, und concrete, was ein sehr bekanntes Bau- und Isolierungsmaterial bezeichnet, den Beton. Wir könnten den Begriff, über den wir heute sprechen, also als Hanf-Beton übersetzen. Oder, was dasselbe ist, ein Biokompositstoff, der viele Vorteile bietet und aus dieser Pflanzenfaser hergestellt wird, der eben genau zum Isolieren und Bauen eingesetzt wird.

Das Geheimnis von Hempcrete ist, dass es sich um ein sehr widerstandsfähiges Material handelt. Für seine Herstellung werden die zellulosereichsten Fasern des Hanfs verwendet und mit Kalk in Form von Kalkpulver gemischt, dazu kommen noch Sand und Wasser. Nach etwa zweiminütigem Umrühren entsteht ein formbarer Kleister zur Herstellung aller möglichen Bauelemente: Ziegel, Wände, Fundamente… Diese Masse ist formbar und kann am jeweiligen Ort händisch aufgetragen werden. Was ist das Geheimnis seiner außergewöhnlichen Ambivalenz? Im Laufe der Zeit versteinern das Wasser, der Kalk und der Hanf, was zu einer leichten und zugleich starken Struktur führt.

Ein widerstandsfähiges und biegsames Material

Ist die Stärke dieses Materials sofort da? Nein, wie wir euch vorher erklärt haben, reift es im Laufe von Wochen, Monaten und Jahren, es benötigt also ein wenig Zeit. Deshalb, um sich den Reifungsprozess zu ersparen, gibt es Leute, die lieber gleich die fertigen Ziegel kaufen, anstatt den frischen Kleister direkt auf der Wand aufzutragen.

Wie sie im Lied von David dem Kabauter singen würden, der Hempcrete kann bis zu sieben Mal stärker sein als die normalerweise verwendeten Baumaterialen und wiegt weniger als die Hälfte. Er ist auch dreimal biegsamer als der Beton. Umso mehr Zeit vergeht, umso mehr versteinert er, weshalb er über die Jahre immer widerstandsfähiger wird. Lauter Vorteile!

Ebenso wie der widerstandsfähige und flexible Bambus verliert der Hempcrete sein elastisches Potenzial nicht wegen der zunehmenden Widerstandsfähigkeit, weshalb es sich um echte Allround-Materialien handelt. Wenn ein normales Gebäude Hunderte von Jahren überdauern könnte, dann rechnen die Experten für dieses Material damit, dass eine Konstruktion aus Hempcrete Tausende Jahre bestehen könnte, weil es wegen kleiner Erdbeben keine Risse bekommt.

Ein nachhaltiges Material

Bis jetzt haben wir gesehen, dass es ein biegsames und starkes Material ist, das auf natürliche Art die Feuchtigkeit reguliert und unerwünschten Elementen wie dem Schimmel vorbeugt. Aber der Hanf ist zusätzlich aus zwei Gründen ein sehr nachhaltiges Material: erstens, weil es eine sehr schnell wachsende und sich stets erneuernde Pflanze ist. Zweitens, weil er einen ökologischen Fußabdruck von null CO2 hat, weil die Hanfzellulose dieses farblose Gas aufnimmt und blockiert. Laut einem Artikel von True Activists, the U.S. Green Building Council „… gehen 38% der CO2-Emissionen in den USA auf die Gebäude zurück. Ein großer Vorteil der Verwendung von Hempcrete liegt darin, dass der Hanf CO2 aufnehmen und während seines Wachstums Sauerstoff freisetzen wird, und das zusätzlich zur CO2-Aufnahme wegen des Kalksteins, um danach langsam zu versteinern. Über Jahrzehnte könnte seine allgemeine Verwendung eine sehr bedeutende Auswirkung haben.“

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Viel zu bieten

Viele setzen auf Hempcrete als Baumaterial der Zukunft, denn zusätzlich zu all den bereits dargestellten Vorzügen ist es ökologisch, nachhaltig, zu 100% wiederverwertbar und Feuer- und Wasserfest. Aus all diesen Gründen erforschen Fachleute dieses Industriezweigs seine Anwendungsmöglichkeiten. Wenn man das alles weiß, dann ist es unverständlich, dass er immer noch relativ unbekannt ist. Oder aber sein Schattendasein ist eine direkte Folge der weltweiten Prohibitions-Politik, die seinen Anbau limitiert, wenngleich dies nun in einigen Ländern zusehends lockerer gehandhabt wird.

  • Wofür wird er normalerweise verwendet? Da er gut isoliert, findet man ihn oft als wichtigen Verbündeten für den Kälte- und/oder Wärmeschutz von Altbauten. Er eignet sich auch zum Hochziehen von Wänden und zum Isolieren von Dächern.
  • Handelt es sich um ein neues Material? Auf keinen Fall, denn die ersten dokumentierten Reste von Hempcrete stammen von einer Brücke in Frankreich aus dem VI. Jahrhundert.

Das Buch über Hempcrete: Planung und Bau mit Hanf-Kalk.

Das Buch von William Stanwix und Alex Sparrow ist ein sehr vollständiges Dokument, dessen erstes Kapitel damit anfängt, uns zu orientieren: was ist die Geschichte des Hanfs und seiner bisherigen Anwendungsgebiete. Im zweiten Kapitel geht es dann um Hanf im Bauwesen. Diese Veröffentlichung kann sich für Experten aus dem Bereich der Architektur, der Topografie und des Bauwesens als sehr nützlich erweisen.

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Zusätzlich zu den Farbabbildungen bietet es Erklärungen zu den Konstruktionstechniken und hebt potenzielle Gefahren hervor und wie man diese vermeiden kann.

„Hempcrete ist ein Baumaterial mit exzellenten Eigenschaften. Es wird aus Kalk und Hanfblättern (ein Abfallprodukt beim Hanffaser-Anbau) hergestellt und kann für Wände, Wohnungen und Dachisolierungen verwendet werden. Hempcrete ist atmungsaktiv, nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie ab; dies hilft bei der Regulierung der Innenfeuchtigkeit, indem Feuchteinschlüsse und das Wachstum von Schimmel vermieden werden und so gesündere Gebäude entstehen. Es sorgt für exzellente akustische und thermische Isolierung und thermische Masse. Es ist leicht, reduziert die Baukosten und respektiert die Umwelt: während der Lebenszeit des Gebäudes blockiert es das CO2 und der Hanf benötigt für seinen Anbau weder landwirtschaftliche Chemieprodukte noch Insektizide. Das Buch über Hempcrete ist ein nützliches Werkzeug für jeden Öko-Konstrukteur“, können wir in seiner Zusammenfassung lesen.

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