Kolumbien bedroht Kanadas Vormachtstellung beim Export von Cannabis

Kolumbien bedroht Kanadas Vormachtstellung beim Export von Cannabis

Durch: Rebeca Argudo Bloggen

Kanada ist nach Uruguay das zweite Land der Welt, wo Cannabis vollständig legal ist (in den restlichen Staaten gelten Teilgesetzgebungen), seitdem 2018 die Herstellung, der Vertrieb und der Gebrauch zur Gänze legalisiert wurden. Und es ist auch der wichtigste Exporteur. Aber die jüngste Öffnung für den Export in Kolumbien kann eine klare Bedrohung für den Erhalt dieses Status Quo bedeuten, mit all den damit zusammenhängenden Verlusten.

vergangenen August trat in Kolumbien das im Juli von seinem Präsidenten Iván Duque unterzeichnete Dekret über den sicheren und informierten Zugang zur medizinischen und wissenschaftlichen Nutzung von Cannabis in Kraft. Dies erlaubt seine industrielle Verwendung, sowohl die Herstellung von Textil- und Ernährungsprodukten als auch den bisher verbotenen Export getrockneter Blütenknospen sowie die Produktion und den Vertrieb. Der wichtigste und offensichtlichste Wettbewerbsvorteil des Anden-Landes gegenüber Kanada ist das Klima. Aufgrund seiner speziellen geographischen Lage auf dem Äquator verfügt es über ungefähr 12 natürliche Lichtstunden täglich und mehr als ideale Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen, die sich im Laufe des Jahres kaum verändern.

Die Produktionskosten inklusive der Arbeitskraft sind ebenfalls um einiges vorteilhafter: während der Anbau von einem Gramm Marihuana in den USA und Kanada bis zu zwei Dollar ausmachen kann, ist selbiges in Kolumbien für nicht einmal sechs Dollar-Cents machbar. Und als ob das immer noch nicht genug wäre, gilt Kolumbien als weltweit zweitgrößter Exporteur von Blütenknospen, lediglich von den Niederlanden übertrumpft, wodurch das Land einen beachtlichen Grad an Erfahrung hat, wenn es darum geht, dieses neue industrielle Abenteuer auf globaler Ebene in Angriff zu nehmen. Trotz allem hat es aber auch den Nachteil einer noch immer strengen Gesetzgebung, welche nur eine sehr beschränkte Anzahl an Anbaulizenzen für Cannabis vorsieht, was den eindeutig lascheren Gesetzen in Kanada, welches der Hauptkonkurrent wäre, gegenübersteht

 

 

Was allerdings außer Frage steht, das ist das enorme mögliche wirtschaftliche Potenzial für das Andenland: Während sich die Exporte von medizinischem Cannabis 2020 auf mehr als fünf Millionen Dollar beliefen, schätzt man, dass es 2030 mehr als 1,7 Milliarden Dollar sein könnten (nach Angaben von ProColombia, einer staatlichen Einrichtung zur Belebung der Wirtschaft). Die optimistischsten Prognosen schätzen diese Ziffer sogar auf über 2,5 Milliarden Dollar, was sogar den Kaffeesektor übertrumpfen würde und etwa 44.000 neue Arbeitsplätze bedeuten könnte.

Der kolumbianische Präsident selbst erwartete im Juli bei der Ankündigung des künftig erlaubten Verkaufs von Cannabis-Blütenknospen ein wirtschaftliches Potenzial für das Land von mehreren Milliarden Dollar. Die getrockneten Blütenknospen sind die wichtigste und am besten verwertbare Form des Cannabis, ihr Marktanteil liegt bei über 50% des weltweiten Gesamtverkaufs von medizinischem Cannabis. Just am nächsten Tag verzeichneten die kanadischen Cannabis-Unternehmen Kursverluste an der Börse. Zugleich flossen mehr als 500 Millionen Dollar an ausländischem Investitionskapital nach Kolumbien.

Dieses wirtschaftliche Versprechen für Kolumbien bei der Aufteilung des Cannabis-Marktes geht auf das Jahr 2016 zurück, während der Regierung von Juan Manuel Santos, als bereits eine gesetzliche Regelung beschlossen wurde, welche die medizinischen und wissenschaftlichen Anwendungsmöglichkeiten erlaubte. Es handelte sich um eine Regulierung mit strengen Auflagen und gebunden an Lizenzen, die vom Gesundheits- und Justizministerium erteilt wurden. Nun geht die neue im Juli von Duque unterzeichnete Regulierung einen Schritt weiter und gibt Kolumbien eine reelle Chance, zum Export-Spitzenreiter zu werden. Man wird Zeit und Geld benötigen, aber das Land scheint bereit zu sein, mit voller Kraft in das internationale Cannabis-Geschäft einzusteigen.

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