Miss Weederful, Normalisierung und Sichtbarkeit der Nutzung und Nutzer von Cannabis

Miss Weederful, Normalisierung und Sichtbarkeit der Nutzung und Nutzer von Cannabis

Durch: Laura Rueda Aktivismus

Seit einigen Monaten hat die Cannabis-Community ein neues Social-Media-Projekt, das uns ein Schaubild voll von intelligentem Humor bietet um nachzudenken und zu lernen. Miss Weederful steht für Information, Farben, gute Laune und täglich garantiertes Lachen. Können alle diese Elemente zur Normalisierung von Cannabis beitragen? Die Antwort lautet ja, und wir beweisen es dir anhand dieses Interviews mit ihrem Team!

Miss Weederful, Normalisierung und Sichtbarkeit der Nutzung und Nutzer von Cannabis

Laura Rueda: Wie würdet ihr das Projekt Miss Weederful definieren? Wie ist es zu dieser Initiative gekommen?

Miss Weederful: Es ist eine positive Form Cannabis zu sehen und zu erleben, mit der man die Gesellschaft anstecken kann! Es ist eine sativadominierte Einstellung mit südlichem Hauch, obwohl sie das Nordlicht gesehen hat. Es ist eine verantwortungsvolle und kontrollierte Explosion von Cannabinoiden, die dir ein angenehmes High beschert.

Es ist für jeden und jede geeignet und passt zu jeder Situation. Es war eine Idee, die sich über Monate hinweg entwickelt hat, die Schritt für Schritt zum Leben erwachte, fast ohne von uns bemerkt zu werden, wenn nicht so viel Arbeit dahinter stecken würde! Sie entstand wegen der Notwendigkeit der Normalisierung und Sichtbarkeit der Nutzung und der Nutzer von Cannabis. Und das mit einem einzigen Ziel, und zwar die gesamte Cannabis-Community stärker zu machen, oder besser gesagt die gesamte Weederful Community!

Laura Rueda: Glaubt ihr, dass eine positive Sprache unsere Einstellung zum Leben formt?

Miss Weederful: Eine positive Sprache zu verwenden kann unser Leben verändern, deshalb ist ein gesunder innerer Diskurs so wichtig. Die Worte, die wir mit uns selbst und in Anbetracht bestimmter Situationen verwenden, haben das Potenzial unsere Stimmung zu verändern und uns den Weg zum Glück zu zeigen. Bis jetzt hatten wir bei Cannabis nur technische Diskurse oder Vorurteile gehört. Es bestand keine Möglichkeit dasselbe zu sagen aber mit einer positiven Sprache, die die Herzen aller Nutzer erobern konnte.

Laura Rueda: Einige der Memes, die ihr mit der Welt teilt, helfen dabei die Pflanze von ihrem Stigma zu befreien. Glaubt ihr, dass der Humor beim Eingewöhnen und Normalisieren hilft?

Miss Weederful: Der Humor ist immer ein exzellentes Mittel gewesen, um auf Konventionen, Tabus, Stereotypen etc. aufmerksam zu machen. Die humoristische Sprache hilft uns, viele erlebte Situationen sichtbar zu machen und mit einigen Vorurteilen aufzuräumen. Sei es wenn wir darüber lachen, wie uns die Leute auf der Straße ansehen, wenn wir nach Cannabis riechen, oder wenn wir unsere Devise „Rote Augen, gesundes Herz“ öffentlich verkünden. Wir versuchen daraus ein Werkzeug des Widerstands zu machen. Über uns selbst zu lachen ist bereits eine Stärkungsübung.

Laura Rueda: Wir ihr richtig sagt, ist neben dem Humor auch Wissen Macht und ein zentrales Element beim Auslöschen des Cannabis-Stigmas, das in der Gesellschaft immer noch existiert. Ihr habt ein Set von sehr praktischen Infografiken über die Eigenschaften von Cannabis vorbereitet. Welche Cannabis-Stigmata existieren eurer Meinung nach weiterhin in der Gesellschaft?

Miss Weederful: Wir müssen immer noch viel ertragen: sie nennen uns faul, manchmal auch Junkies, Drogenabhängige… sie sagen uns, dass wir am Schluss keine Neuronen mehr haben werden. Welches uns am meisten stört? Jenes, dass Cannabis dich im Leben scheitern lassen wird, dass du dich automatisch in eine verantwortungslose Person und/oder in einen Verbrecher verwandelst. Wir wissen, dass das nicht stimmt. Aus all diesen Gründen wurde #InfografíaWeederful geboren. Wir glauben daran, dass es wichtig ist zu informieren und rund ums Thema Cannabis umzuerziehen.

Miss Weederful, Normalisierung und Sichtbarkeit der Nutzung und Nutzer von Cannabis

Laura Rueda: Eure Philosophie sagt wer ihr seid und spielt eine Schlüsselrolle beim Verstehen dieses Projekts. Erzählt uns mehr von ihr.

Miss Weederful: Die Weederful-Philosophie konzentriert sich auf eine positive Art, Cannabis zu sehen und zu verwenden, mit einer starken und minimalistischen graphischen Linie, gewürzt mit einem gewissen Stolz, eine der im Laufe der Geschichte am meisten gezüchteten Pflanzen verwenden zu können und zu dürfen. Dieser Cannabis-Stolz ist es der uns antreibt, immer mehr und mehr von dieser Pflanze zu lernen und zu zeigen. Deshalb nehmen wir Wissen auf und laden es in unserer noch jungen Zeitschrift Revista Miss Weederful ab. Der gestärkte Nutzer ist der gut informierte, weshalb wir gerne sagen „erforsche, lerne und teile das Erlernte“. Die Weederful-Philosophie ist ein guter Cannabis-Vibe und zugleich ansteckend!

Laura Rueda: Eure Message findet sich auch in den Produkten, die wir in eurem Shop kaufen können um derart die Welt mit Botschaften auf T-Shirts, Pins oder Telefonhüllen zu füllen. Ist auch diese Art von Sichtbarkeit wichtig?

Miss Weederful: Sehr. Das hilft im Bereich der Normalisierung. In unserem Land gibt es mehr als 4 Millionen Cannabis-Konsumenten. Trotzdem herrscht immer noch starke Scheu davor, uns selbst gegenüber der Gesellschaft als regelmäßige Konsumente zu deklarieren. Es hat immer eine gewisse Vorstellung von der Art von Menschen existiert, die normalerweise Cannabis konsumieren. Eine negative Vorstellung.

 

 

Aber was, wenn du Weederful-Produkte bei jenen sehen würdest, die dich im Supermarkt, in der Bank oder auf einer Behörde bedienen? Würden sie dann verstehen, dass uns der Cannabiskonsum nicht definiert? Außerdem sind die Botschaften das Beste an den Weeederful-Produkten, sie werden dich nicht nur zum Neidobjekt der ganzen Cannabis-Gemeinde machen, sondern auch Auslöser von Diskussionen, Forderungen und der humoristischen Behandlung dieses Tabus sein. Komm schon, sie zwingen dich, dem Stigma in die Augen zu sehen! Unsere Produkte sind nicht nur wunderschön sondern auch eine erhobene Faust, ein „Hey, wir sind hier! Und wir sind nicht verrückt, wir wissen, was wir wollen“.

Miss Weederful, Normalisierung und Sichtbarkeit der Nutzung und Nutzer von Cannabis

Laura Rueda: Eure Einkaufsphilosophie scheint uns interessant, weil ihr die Herstellung des Produktes in Auftrag gebt nachdem die Bestellung gemacht wurde. Ist das eine verantwortungsvollere Form des Konsums?

Miss Weederful: Wir versuchen unsere Auswirkung auf die Umwelt so weit als möglich zu reduzieren, wir sind uns bewusst, in welcher Situation sich unser Planet befindet. Nicht nur mit der Produktion auf Bestellung sondern auch mit dem Recycling von Pins (das einzige Plastik, dass du im Shop finden kannst), Verpackungen,… Wir fliehen vor dem Plastik und versuchen, den Wert und die Wichtigkeit dieser Praktiken zu vermitteln!

Laura Rueda: Wenn ihr die Werte von Miss Weederful definieren müsstet, welche wären das?

Miss Weederful: Wir sind ein junges Team voller Tatendrang, das hart dafür arbeitet alle tollen Ideen zu verwirklichen, die uns durch den Kopf gehen. Wir setzen auf Qualität statt Quantität oder Kommerziellem. Wir sind unserer Philosophie und unserer Community treu, welche letztlich unseren Weg vorgibt. Wir respektieren die Umwelt und unterstützen soziale Bewegungen, die mit unserer Philosophie übereinstimmen. Wir glauben an Träume und träumen davon, uns in ein Werkzeug der Sichtbarkeit und Normalisierung von Cannabis zu verwandeln, das schließlich die gesamte Cannabis-Kultur und -Community repräsentiert.

Miss Weederful, Normalisierung und Sichtbarkeit der Nutzung und Nutzer von Cannabis

Laura Rueda: Warum ist es an der Zeit, Cannabis sichtbar zu machen und zu normalisieren?

Miss Weederful: Wir beobachten, wie viele Länder Fortschritte bei der Legalisierung der Pflanze machen. Spanien ist weiterhin ein Nachzügler. Deshalb müssen wir mehr Druck aufbauen. Weitermachen bis wir die Veränderung des legalen Panoramas, in dem wir uns derzeit befinden, erreichen. Die Gesellschaft spielt eine Schlüsselrolle bei diesem Druck, deshalb ist es ein guter Moment um zu informieren, umzuerziehen und der Welt zu zeigen, was das Cannabis für uns und für unseren Planeten machen kann.

Laura Rueda: Eure Marke hat einen Frauennamen, so wie die Pflanze, und eure Botschaften haben auch einen weiblichen Charakter. Bezeichnet ihr euch als Feministen? Wo wir gerade darüber sprechen, die Cannabis-Welt ist immer vorwiegend maskulin gewesen, aber gerade jetzt gibt es viele kampflustige Aktivistinnen, die auf sich aufmerksam machen. Befinden wir uns in einem guten Moment weiblicher und feministischer Cannabis-Sichtbarkeit?

Miss Weederful: Wenn wir Miss Weederful personifizieren würden, dann wäre sie ein starkes und selbstbewusstes Mädchen, das sich zum Ziel gesetzt hat, dass niemand für Cannabis Hass oder Angst empfindet, und das auf bewusste und verantwortungsvolle Art mit der Situation umgeht, in der es sich befindet. Also ja, wir könnten sagen, dass wir Feministen sind. Wir verwenden unsere Ressourcen um etwas im Bereich der weiblichen Ermächtigung und Sichtbarkeit beizutragen.

Aber das Schöne an dem Ganzen ist, dass wir mit einer hauptsächlich weiblichen Community angefangen haben und das Thema aktuell sehr und zwar wirklich sehr ausgeglichen ist. All das lässt uns glauben, dass es ein guter Zeitpunkt für die weibliche Sichtbarkeit ist. Aber nicht nur, dass es ein guter Moment wäre, es ist weiterhin notwendig. Während der gesamten Reise haben wir gesehen, wie die Frau sich von einem einfachen Werbefleisch weiterentwickelt hat zu jemandem mit einer immer stärkeren Repräsentation im Sektor: CEOs, Züchterinnen, ‚Budtenders‘, Aktivistinnen… Wir dürfen nicht nachlassen, wir können anderen Cannabis-Mädchen als Vorbild dienen!

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