Cannabis-Europa in Madrid

Cannabis-Europa in Madrid

Durch: Rebeca Argudo Aktivismus

Am vergangenen Montag, dem 11. Februar, fand in dem am Madrider Paseo de la Castellana gelegenen Hotel Intercontinental das internationale Forum Cannabis-Europa statt. Es handelt sich um eines der weltweit bedeutendsten Treffen der Cannabis-Industrie

Nach der Abhaltung von Treffen in Toronto, London, Paris oder New York wurde es dieses Jahr deshalb in Madrid durchgeführt, weil Spanien der größte Markt für medizinisches Cannabis ist, in welchem die Nutzung allerdings noch nicht legalisiert ist. Das bedeutet ein Marktpotenzial von mehr als 3 Milliarden Euro welches in weniger als 10 Jahren ein Geschäftsvolumen von annähernd 58 Milliarden hervorbringen könnte.

So also fanden sich bei dem Event Unternehmen, Investoren, Labore, Wissenschaftler, Patienten und Neugierige zusammen, die für diese angehende Industrie Interesse zeigen, und sie hatten die Möglichkeit, an Vorträgen und Arbeitskreisen über die Politik der Cannabis-Regulierung in Spanien und im Rest Europas teilzunehmen. Die neuesten biomedizinischen Forschungen wurden ebenso vorgestellt wie die verschiedenen Tendenzen des Industriezweigs und der Investitionen. Zusätzlich wurde die Schaffung von Netzwerken für die Zusammenarbeit von Patienten, Forschern und Unternehmern unterstützt und erleichtert.

Der Schwerpunkt lag vor allem auf den Geschäftsmöglichkeiten, die das alles für die Pharmaindustrie birgt, wodurch sich Cannabis-Europa vom Konzept einer Messe entfernte, die sich auf den Konsum konzentriert, und sich dem Format eines Networking-Kongresses annäherte, der die Absicht verfolgte, die internationalen Investitionen zu fördern, und zwar mit Blick auf die mehr als wahrscheinliche Regulierung, die sich in Anbetracht der Politik der Öffnung des neuen Ministeriums für Konsum, geleitet von Alberto Garzón, vorhersagen lässt.

 

 

Das war genau einer der Kritikpunkte an der Veranstaltung, dass dieses Format eines nur eintägigen Business-Events mit Eintrittspreisen zwischen 299€ und 899€, ausgenommen für die geladenen Gäste, praktisch Tausende von Kleinzüchtern und Social-Club-Nutzern ausschloss, die in Wirklichkeit das wirtschaftliche und soziale Netz der Cannabis-Industrie in Spanien ausmachen; so wurde sie in eine elitäre und nur für einige wenige zugängliche Angelegenheit verwandelt. Und genau diese stehen einer möglichen Regulierung äußerst kritisch gegenüber, die den Kleinzüchtern und Konsumenten die Chancen raubt, jenen, die seit vielen Jahren im Rahmen von Organisationen für die Legalisierung in Spanien kämpfen, und nun könnten diese Chancen von großen Unternehmen genutzt werden.

Es muss daran erinnert werden, dass Spanien zu den wenigen Ländern gehört, wo der Konsum aus medizinischen Gründen auf gesetzlicher Ebene nicht berücksichtigt ist, obwohl der persönliche Konsum nicht unter Strafe steht. International steht der Konsens in Bezug auf die Vorteile des CBD, einem der Bestandteile von Marihuana, außer Frage und mehrere wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen dies. Diese fehlende Regulierung zwingt die Patienten mit chronischen Pathologien, auf den Schwarzmarkt zurückzugreifen, mit all den Risiken, die das birgt.

Eine der Forderungen der Teilnehmer war eben genau diese Regulierung. José Luis Martín von der internationalen Consultingfirma Baker Tilly, welche auf den Bereich der Regulierung und Anbaulizenzen spezialisiert ist, wies darauf hin, dass die spanischen gesetzlichen Rahmenbedingungen in Bezug auf Cannabis vollkommen unzeitgemäß sind, weil der Kampf der Behörden immer noch im Rahmen des Kampfes gegen die Drogen stattfindet, wenn in Wirklichkeit von Medizin die Rede ist.

Cannabis-Europa in Madrid

Seitens Kalapa Clinic, einer anerkannten Online-Informationsplattform, die an dem Event teilnahm und Patienten über alternative Therapien mit Cannabinoiden berät, weist man auf den Widerspruch hin, dass man in Spanien mehr als 5 Millionen Personen finden kann, die regelmäßig Marihuana rauchen, aber zur selben Zeit kann kein Patient mit Cannabis behandelt werden.

Die letzte Erhebung des Statistischen Zentralamts Spaniens brachte überraschende Ergebnisse an den Tag: 84% der Spanier sind für die Legalisierung von Marihuana für medizinische und therapeutische Zwecke. Des Weiteren befürworten 47,2% die allgemeine Normalisierung von Cannabis, auch für den Freizeitgebrauch.

Seitens der Organisatoren unterstreicht man die Tatsache, dass „… die Zukunft dieser blühenden Industrie jetzt davon abhängt, dass die europäischen Länder gemeinsam handeln, um die notwendigen gesetzlichen Änderungen abzusichern und auf diese Weise eine internationale Cannabis-Industrie zu unterstützen, etwas das unsere Cannabis-Europa-Konferenzen vorantreiben wollen.“

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