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„Die Leute müssen das kennenlernen, weil Angstzustände fürchterlich sind“ – Interview mit Yuyo Calm

„Die Leute müssen das kennenlernen, weil Angstzustände fürchterlich sind“ – Interview mit Yuyo Calm

Durch: Laura Rueda Ärtzlich

Hinter Yuyo Calm verbergen sich Isabel und María, zwei in Madrid ansässige Unternehmerinnen, die die Notwendigkeit verspürten, der Welt die Eigenschaften des CBD zu zeigen, nachdem sie höchstpersönlich festgestellt hatten, wie gut es ihnen in Phasen von starken Angstzuständen tat. Obwohl sie erst seit vier Monaten aktiv sind, haben sie bereits eine Community, die auf ihre Produkte vertraut, wobei 90% davon Frauen sind. Kannabia ist das erste Medium, das sie interviewt.

Wir sind fest davon überzeugt, dass mehr Projekte wie Yuyo Calm notwendig sind, um eine bessere Welt zu schaffen. Isabel und María achten auf den Umweltschutz, sind transparent, glauben an ihre Produkte, weil sie sie in ihrem täglichen Leben verwenden, wollen Menschen mit Störungen wie etwa Angstzuständen helfen und tragen zur Normalisierung des medizinischen Cannabis bei. 10 von 10 Punkten!

„Die Leute müssen das kennenlernen, weil Angstzustände fürchterlich sind“ – Interview mit Yuyo Calm

Kannabia – Was ist Yuyo Calm und wie kam es zu dieser Initiative?

Isabel – Vor eineinhalb Jahren befand ich mich in einer sehr schwierigen Phase meines Lebens und meine Mutter empfahl mir, ein Produkt meines Bruders zu verwenden. Wir kommen aus den USA und er hat ganz legale Plantagen für medizinisches Cannabis. Ich habe nichts gegen das THC, aber bei mir funktioniert es nicht sehr gut, weil es meine Angstzustände steigert. Deshalb sagte ich meiner Mutter, dass ich das Produkt meines Bruders nicht probieren wollte, weil es mich berauscht und nervös machen würde. Sie sagte mir, dass sie es nahm, und das gab mir Vertrauen. Ich probierte es und konnte nicht glauben, wie gut es mir tat. Ich erzählte María davon, die ebenfalls eine schwierige Situation zu meistern hatte.

María – Ja, ich litt aus Arbeitsgründen unter schrecklichen Beklemmungen. Mir ging es so richtig schlecht. Isa stellte mir das Produkt ihres Bruder vor und es half mit unglaublich gut. Da wir beide einen Unternehmensdrang verspürten, beschlossen wir später, es mit dem CBD zu versuchen. Ich arbeitete in der Werbebranche und musste oft Produkte bewerben, an die ich nicht glaubte. Jetzt widmen wir uns Yuyo Calm, etwas an das wir wirklich glauben und das den Menschen hilft.

Isabel – Wir verkaufen nicht irgendein X-beliebiges Produkt, für uns ist es etwas sehr Persönliches. Als ich es probierte dachte ich, dass die Leute das kennenlernen müssen, denn Angstzustände sind schrecklich.

„Die Leute müssen das kennenlernen, weil Angstzustände fürchterlich sind“ – Interview mit Yuyo Calm

Kannabia – Es ist einfach großartig etwas zu entdecken, dass den Menschen so sehr hilft, dass du sagst „… das muss die ganze Welt kennenlernen …“ und noch dazu lebt ihr davon es zu verkaufen. Gibt es irgendeinen Erfahrungsbericht, der euch besonders beeindruckt hätte?

María – Wir kennen ein Mädchen, das mit dem Auto zur Arbeit fahren musste und deshalb unter sehr starken Panikattacken litt. Der Arzt verschrieb ihr Tabletten, die sie schläfrig machten und mit denen sie nicht Auto fahren konnte. Im Alter von 30 Jahren mussten sie ihre Eltern in die Arbeit führen, weil sie wegen der Tabletten nicht selbst fahren konnte. Sie begann mit dem CBD, es half ihr unglaublich und sie führt ein ganz normales Leben.

Kannabia – Obwohl viele Menschen kein Problem damit haben von geistiger Gesundheit, Angstzuständen, Depression… zu sprechen, existiert nach wie vor ein Stigma, genau wie bei der Pflanze.

María – Es wird viel mehr davon gesprochen und es ist auch viel akzeptierter, aber es gibt immer noch einen große Anzahl von Menschen, die das alles für einen Blödsinn halten und ihm keine Bedeutung beimessen. Du sagst ihnen, dass es dir wegen der Beklemmungen richtig schlecht gegangen ist und sie sagen, dass du nervös bist. Sie sehen nicht, wie sehr sich das auf dein Leben auswirkt. Oder du sagst, dass du Herzstechen hast und sie sagen, dass du nicht mehr daran denken sollst und dann hört es auf. Aber so geht es mir eben, ich kann nicht einfach aufhören daran zu denken und alles ist gut. Ich glaube, dass sie das nicht so ernst nehmen, wie es in Wirklichkeit ist.

Isabel – Sie sagen dir auch, dass du nicht so, sondern anders denken sollst. Und die Depression bedeutet nicht, entweder traurig zu sein oder nicht, sondern hat chemische Ursachen. Ich glaube, dass die Menschen nicht wissen, wie schlimm das ist. Wenn wir uns präsentieren sprechen wir darüber, wie wir das CBD kennengelernt haben und über unsere Angstzustände. Ich zeigte das den Leuten und sie sagten – „Ufff, willst du das wirklich alles erzählen?“ Und ich sagte – „Aber klar doch!“ Ich will, dass die Leute wissen, dass es das wirklich gibt. Ich habe keine Angst davor, mit Freunden oder Unbekannten zu sprechen und von meinen Angstzuständen zu reden, aber es bricht mir das Herz zu wissen, dass Menschen diesen Knoten spüren und keine Hilfe in Anspruch nehmen, weil es ihnen peinlich ist.

„Die Leute müssen das kennenlernen, weil Angstzustände fürchterlich sind“ – Interview mit Yuyo Calm

Kannabia – Erzählt uns von euren Werten. Warum ist Yuyo Calm anders?

María – Wir fühlen uns der Umwelt verpflichtet. Das Einzige an Plastik, was wir nicht wegkriegen konnten, ist der obere Teil der Pipette, sonst nirgendwo. Wenn wir mit unseren Kunden sprechen versuchen wir, dass dies so persönlich wie möglich ist und ihnen ihrem Fall entsprechend zu helfen.

Isabel – Wir würden das Öl sehr gerne in ein kleines schmuckes Schächtelchen geben, aber wir denken uns „Warum?“, wenn das Schächtelchen danach in den Müll wandert. Wir versuchen, in diesem Bereich Minimalisten zu sein. Unsere Kundenbetreuung ist sehr persönlich. Wir sind sehr transparent. In diesem Sektor gibt es viel Falschinformation, wie etwa die Unterschiede zwischen den Ölen, ob es sich um „full spectrum“, „broad spectrum“ oder „CBD isolate“ handelt. Es gibt viele Firmen, die behaupten full spectrum zu sein und null THC haben, aber das ist eine Lüge, weil du ein wenig THC benötigst, um full spectrum zu sein.

Kannabia – Geht die Stigmatisierung zurück? Die Leute zeigen Interesse am Potenzial, vor allem beim CBD.

María – Wir haben eine Nachricht gelesen, wo die WHO darüber informierte, dass der Großteil der Krankenstände 2020 mit Angstzuständen und Depression zu tun haben würde. Es handelt sich zur Zeit in der Tat um ein enormes Problem.

 

 

Kannabia – Euer Geschäftsmodell erinnert mich stark an Projekte, die wir in den USA seit Jahren beobachten, von denen es aber in Spanien noch nicht allzu viele gibt.

Isabel – Das CBD ist auch in den Vereinigten Staaten etwas Neues, jetzt hat es einen wahnsinnigen Boom erlebt. Wir sind in Sachen Cannabis tatsächlich etwas weiter. Ich komme aus einer Familie, die Cannabis sehr befürwortet. Es macht mich sehr wütend, dass mein Vater an Krebs litt und fast daran gestorben wäre. Jetzt geht es ihm gut, obwohl er nie vollkommen geheilt sein wird, er fühlt sich beim Aufstehen immer schlecht. Und nur mit Cannabis fühlt er sich gut.

Es schmerzt mich, dass es illegal ist, obwohl es den Menschen in Wahrheit hilft. In den USA gibt es Personen, die umziehen müssen, weil sie ein Kind mit Problemen haben. Dieses Phänomen ist unter dem Begriff cannabis refugees bekannt. Und das Schlimmste von allem ist, dass die Leute nicht wissen, dass das Cannabis in der Vergangenheit etwas vollkommen Normales war, bis es zu etwas Verbotenem und Verfolgtem wurde. Ich finde es sehr traurig, dass die Menschen aus politischen Gründen nicht die Hilfe finden können, die sie benötigen, das ärgert mich wahnsinnig.

Kannabia – Marken wie die eurige sind sehr hilfreich auf dem Weg zur Normalisierung.

Isabel – Das ist eine der Stärken unserer Marke, wir versuchen umfangreich zu informieren, um die Unwissenheit zu bekämpfen. Wir versuchen, dass alle unsere Postings einigermaßen lehrreich sind.

„Die Leute müssen das kennenlernen, weil Angstzustände fürchterlich sind“ – Interview mit Yuyo Calm

Kannabia – Ihr achtet auch sehr auf euren Auftritt. Vor Kurzem habt ihr auf partizipative Art ein Design gewählt indem ihr eure Followers gefragt habt.

María – Es ist eine weitere Mitteilungsform, wenn es darum geht, mit dem Stigma aufzuräumen. Vielleicht denken manche, dass das mit dem Cannabis nichts für sie ist, weil sie Vorurteile haben und nicht einmal wissen, worum es geht. Wir wollen auch diese Leute erreichen.

Kannabia – Erzählt uns von euren Produkten und wofür sie gut sind.

Isabel – Das Öl Simple Calma ist 5-prozentig und hat nur CBD. Es ist das einzige „isolate“, der Rest ist „broad spectrum“. Alle sind auf Kokosöl-Basis gemacht. Dann gibt es das Pura Calma, das genau wie das Simple Calma ist, aber „broad spectrum“. Es ist ebenfalls 5-prozentig, hat aber mehr Cannabinoide. Je mehr Cannabinoide desto besser, weil sie die Wirkung des CBDs erweitern.

María – Das Plena Calma ist 10-prozentig und das Regia Calma ist 15-prozentig. Das Simple und das Pura sind für die Linderung leichterer Probleme. Das Plena ist für stärkere Probleme und das Regia für sehr sehr starke Probleme. Wir wurden von jemandem kontaktiert, der sehr starke Schmerzen hatte und vor lauter Schmerzen nicht schlafen konnte. Der Arzt wollte ihr Morphium verschreiben. Letztlich entschloss sie sich, das 15-prozentige CBD zu probieren. Sie sagte uns, dass sie bereits am ersten Tag ruhiger war, keine Schmerzen hatte und es schaffte, ruhig zu schlafen. Einige Tage darauf musste sie ihr Mann aufwecken, und das war unglaublich für sie. Diese Geschichten lassen uns stolz sein auf das, was wir machen.

Isabel – Wir sind sehr emotional und all diese Geschichten erfüllen uns. Es ist eine Achterbahn an Emotionen, aber wenn du eine Nachricht wie diese erhältst, dann ist es das alles wert.

Kannabia – Mich interessieren eure Werte als Unternehmerinnen in dieser bis jetzt vorwiegend männlichen Welt sehr.

Isabel – Wir beobachten, dass uns die Männer in dieser Welt nicht ernst nehmen bis wir ihnen beweisen, dass wir etwas vom Thema verstehen. Wenn wir Kataloge verschicken und mit ihnen reden wollen, dann schenken sie uns irgendwie keine Aufmerksamkeit. Manchmal sogar unser Lieferant.

María – Als wir uns auf das einließen wussten wir schon, dass es sich um eine traditionell männliche Industrie handelte und dass wir dagegen anzukämpfen hätten. Es motiviert uns auch zu sagen – „In der Tat, wir sind Frauen, und wir sind hier um es gut zu machen.“ Am Anfang sagten wir, dass wir das gesamte Kundenspektrum erreichen wollten, aber jetzt denken wir, dass wir vor allem Frauen erreichen wollen. Gerade heute habe ich den neuen Podcast von Radiojaputa gehört. Es ging darum, dass die Medizin immer noch chauvinistisch ist. Man hat beim Anfertigen und Erproben von Medikamenten nie auf uns Rücksicht genommen. Bei Yuyo Calm glauben wir, dass unsere Öle den Frauen sehr viel helfen können.

„Die Leute müssen das kennenlernen, weil Angstzustände fürchterlich sind“ – Interview mit Yuyo Calm

Kannabia – Ich bin von eurem Blog begeistert, ihr habt sehr interessante Beiträge wie etwa „Wie du mit deiner Mutter über Cannabis sprichst“, und es ist autobiographisch!

María – Das bin ohne Zweifel ich (lacht). Meine Mutter macht sich die typischen Sorgen darüber, dass ich eine stabile Arbeit habe. Ich sagte ihr, dass ich ein Unternehmen starten wollte und sie geriet in Rage. Und ich überlegte, wie ich ihr jetzt sagen konnte was ich ihr sagen wollte. Das war ein Drama in meiner Familie. Meiner Mutter ging es fürchterlich. Ich erzählte es meinem Vater und er legte auf. Sie wollten nichts mehr davon wissen. Am Anfang waren sie sehr angewidert, es war ein Chaos. Ich blieb standhaft und leitete ihnen Informationen weiter. Ich erklärte ihnen unzählige Sache. Und jetzt, immer wenn ich nach Hause komme, sagen sie zu mir – „María, vergiss die Tröpfchen nicht!“ (lacht noch mehr).

Isabel – Aber genau diese Leute wollen wir erreichen. Du musst kein Problem haben, um CBD zu nehmen, es bewirkt, dass dein Körper ausgeglichen ist. Ich habe jetzt zum Beispiel eine Erkältung und nehme in der Nacht CBD weil es entzündungshemmende Eigenschaften besitzt und viele Krankheiten beginnen mit einer Entzündung. Es ist sonderbar, wie die Leute vor einem Öl Angst haben, aber die drei vom Arzt verschriebenen Tabletten nehmen. Niemand nimmt den Beipackzettel in die Hand, um die Nebenwirkungen nachzulesen!

Kannabia Seeds Company sells to its customers a product collection, a souvenir. We cannot and we shall not give growing advice since our product is not intended for this purpose.

Kannabia accept no responsibility for any illegal use made by third parties of information published. The cultivation of cannabis for personal consumption is an activity subject to legal restrictions that vary from state to state. We recommend consultation of the legislation in force in your country of residence to avoid participation in any illegal activity.

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