Jamaika, eine Insel in sehr enger Verbindung mit Cannabis

Jamaika, eine Insel in sehr enger Verbindung mit Cannabis

Durch: Laura Rueda Aktivismus

Wenngleich uns bei dem Gedanken an Jamaika immer Bilder von Reggaemusik und dem grasrauchenden Bob Marley durch den Kopf schwirren, ist der Besitz der Pflanze für den persönlichen Gebrauch erst vor drei Jahren straffrei gestellt worden. Die erste Cannabiszucht stammt zwar aus dem 19. Jahrhundert, aber Marihuana wurde 1913 im Rahmen der Verfolgung der Anhänger des Rastafari-Kults für illegal erklärt.

Jamaika, eine Insel in sehr enger Verbindung mit Cannabis 

Bob Marley und der Rastafari-Kult

Ja, du hast richtig gelesen, bis 2015 war Cannabis in Jamaika illegal und sein Besitz wurde ziemlich hart bestraft. Warum also dachten wir alle, dass eine Reise dorthin der Ankunft im Grasparadies gleichkäme? Vielleicht wurde dieser Volksglaube verstärkt, weil Bob Marley, der König des Reggae, Jamaikaner war. Oder möglicherweise trug auch die Existenz der politischen und schwarzen religiös-spirituellen Rastafari-Bewegung dazu bei.

Es ist richtig, dass die Polizei vor der Entkriminalisierung von kleinen Cannabismengen in Jamaika normalerweise mit den damit erwischten Touristen nicht sehr hart ins Gericht ging. Schließlich zahlte es sich für ein derart armes Land nicht aus, Personen zu verwarnen, die im folgenden Jahr wahrscheinlich ihre Cannabisreise wiederholen würden.

Die Rastafari-Bewegung

Wir müssen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückgehen, um den ersten Marihuana-Anbau in Jamaika zu finden. Diese ersten Samen, die die Insel erreichten, kamen aus Indien. Aus einer anderen entfernten Weltregion, nämlich Äthiopien, kam auch die Rastafari-Bewegung. Für ihre Anhänger war Marihuana (auch als Ganja bekannt) heilig. Deshalb verwenden sie es nach wie vor in ihren religiösen Ritualen und in ihrer Freizeit. Diese Pflanze besitzt für sie göttliche Energie: Liebe, Frieden, Licht und Freude.

Das Ganja-Verbot durch die Evangelische Kirche

Nicht viel später, am Beginn des 20. Jahrhunderts, wurde Marihuana 1913 für illegal erklärt. Der Grund war die Verfolgung der Gläubigen des Rastafari-Kults, Leute aus den untersten Gesellschaftsschichten, welche von den afrikanischen Sklaven abstammten, die Mitte des 19. Jahrhunderts nach Jamaika gelangten. Und so kam es, dass die Kriminalisierung als Werkzeug zur Unterdrückung dieser Gruppe eingesetzt wurde, obwohl die Gesellschaft den Konsum der Pflanze voll und ganz akzeptierte. Der damals sehr mächtige Evangelische Kirchenrat betrieb die Kriminalisierung des Cannabis durch dieses repressive Gesetz, welches bis Februar 2015 in Kraft war.

Das neue Gesetz zur Entkriminalisierung

Trotz dieser repressiven Vergangenheit haben wir es mit einem Land zu tun, in welchem Cannabis wegen der Rastafari-Bewegung und der Geburt des Reggae kulturell sehr stark verwurzelt ist. Deshalb wurde die Gesetzesänderung von 2015 sehr begrüßt. Sie besagt, dass Konsum und Anbau kleiner Mengen von Marihuana legal sind, wenn es therapeutischen, religiösen oder Forschungszwecken dient.

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Legale Mengen

Wieviel Cannabis darfst du in Jamaika legal dabei haben? Nach dem Gesetz für gefährliche Drogen des jamaikanischen Repräsentantenhauses ist der Besitz von zwei Unzen (56 Gramm) im öffentlichen Raum erlaubt, obwohl du mit einer Strafe von fünf Dollar rechnen musst. Aufgepasst beim Besitz von Mengen, die das erlaubte Limit überschreiten, denn die Strafen werden strenger sein und du könntest sogar im Gefängnis landen. Und wenn du dich für den Eigenanbau entscheidest? Dann kannst du bis zu fünf Töpfe bepflanzen.

Auch wenn du nicht in Jamaika lebst sondern in einem anderen Land, wo Cannabis legal ist, wirst du das ärztliche Rezept deines Hauptwohnsitzes verwenden können. Die jamaikanische Regierung versucht derart, dass die Pflanze allen Patienten auf sichere, saubere und regulierte Weise zur Verfügung steht.

Cannabis als wirtschaftlicher Ausweg

Vielleicht stellt Cannabis jenen wirtschaftlichen Ausweg dar, den ein derart verarmtes Land wie Jamaika nötig hatte. Eine Untersuchung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventistenaus dem Jahr 2014 kam zu dem Schluss, dass mehr als 1,1 Millionen Menschen in Armut leben. Der Tageszeitung Expansión zufolge zählt die Karibikinsel mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 5073€ pro Einwohner zu den Ländern mit der weltweit größten Verschuldung in Bezug auf dasBruttoinlandsprodukt.

Marihuana könnte die wirtschaftliche Alternative sein, auf die die Bevölkerung gewartet hat, da die Regierung zugegeben hat, dass sie die Lösung für ihre wirtschaftlichen Probleme vor Augen hatte. Und das ist normal, wenn wir die Jahre zählen, seit dem die Pflanze an diesem Ort akzeptiert ist, über 150 seit sie Mitte des 19. Jahrhunderts zum ersten Mal angebaut wurde.

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Jamaika, eine Cannabis-Referenz

Und wenn die vorherige Regierung den Besitz von zwei Unzen legalisiert hat, dann möchte die jetzige Regierung noch weiter gehen und aus Jamaika ein Vorzeigeland für den Export von Cannabis als Genussmittel machen und eine Industrie für die Produktion von therapeutischem Cannabis schaffen. Im März dieses Jahres eröffnete die erste Cannabis-Abgabestelle des Landes. Zur Zeit existieren fünf Arten von Lizenzen, die über das Amt für Cannabislizenzen angefordert werden können: für Züchter, für die Verarbeitung, für den Transport, für den Verkauf und für Forschung und Entwicklung.

Jamaika beginnt auch mit dem Versand von Cannabisextrakt nach Kanada, mit dem Ziel sich zu einem weltweit bedeutenden Produktionsort für medizinisches Cannabis zu entwickeln. So verkündete es auch Audley Shaw, die Ministerin für Industrie, Handel, Landwirtschaft und Fischfang: „Jamaika befindet sich in einer einzigartigen Lage um ein globaler Akteur zu sein, und wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Führungsrolle und die nötigen Mittel bereit zu stellen, damit unsere lizensierten und regulierten jamaikanischen Unternehmen die internationalen Märkte erreichen, inklusive Kanada und Europa.“

Kannabia Seeds Company sells to its customers a product collection, a souvenir. We cannot and we shall not give growing advice since our product is not intended for this purpose.

Kannabia accept no responsibility for any illegal use made by third parties of information published. The cultivation of cannabis for personal consumption is an activity subject to legal restrictions that vary from state to state. We recommend consultation of the legislation in force in your country of residence to avoid participation in any illegal activity.

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