Wie man männliche Hanfpflanzen erkennt und wofür sie zu verwenden sind

Wie man männliche Hanfpflanzen erkennt und wofür sie zu verwenden sind

Durch: Daniel C. Anbau

Wenn man seinen Anbau plant, ist es wichtig zu wissen, worum es dabei geht. Grundlegend ist es zudem, das Geschlecht seiner Marihuana-Pflanzen zu erkennen, um Zeit und Ressourcen zu sparen. Im Folgenden erklären wir alles, was ihr über männliche Cannabisexemplare und ihre Verwendung wissen müsst.

Marihuana ist eine zweihäusige Pflanzenart, das heißt, sie pflanzt sich bei der Kreuzung von männlichen und weiblichen Pflanzen durch Bestäubung fort. Heutzutage sind die meisten Samen auf dem Markt jedoch feminisiert, da Grower diese bevorzugen, um 100 % weibliche Nachkommen mit samenlosen Cannabisblüten zu garantieren, d. h. mit Cannabinoiden und Terpenen beladene Buds.

Aber bevor diese Samen auf den Markt kamen, bestellten Grower ihren Anbau mit regulären Hanfsamen, die zu gleichen Anteilen sowohl weibliche als auch männliche Cannabisexemplare hervorbringen. So bekommt die männliche Hanfpflanze männliche Blüten, die Pollen freisetzen, mit denen die weiblichen Blüten bestäubt werden, wodurch Samen entstehen, die den Fortbestand der Art sichern.

Daher mussten die Grower von damals, die keine andere Wahl als reguläre Samen hatten, genau beobachten, männliche Pflanzen erkennen und sie aus ihrem Anbau entfernen. Denn Buds mit Samen sind nicht sehr schmackhaft und außerdem verwendet die weibliche Pflanze ihre Energie für die Produktion dieser Samen anstelle für das Hervorbringen von mehr Buds und Trichomen, was sich wiederum in einer viel geringeren Wirksamkeit niederschlägt.

Wie man männliche oder weibliche Samen erkennt

Der einzige Weg, um zu sicher zu stellen, dass ein Samen eine weibliche Pflanze hervorbringt, ist feminisierte Samen zu verwenden, da sie die Wahrscheinlichkeit, männliche Pflanzen hervorzubringen, vollständig ausschließen. Das bedeutet, dass Grower keine Männchen mehr entsorgen müssen, was Zeit und Ressourcen spart, die man normalerweise für den Anbau dieser potenziell unerwünschten Pflanzen aufwendet.

Wenn man reguläre Samen verwendet, lässt sich das Geschlecht der Cannabispflanzen in der vegetativen Phase nicht erkennen: Man kann das wirklich erst erkennen, wenn die Blütezeit beginnt. Diese als „Vorblüte“ bezeichnete Phase beginnt in der freien Natur, wenn sich die Lichtverhältnisse ändern und die Tage kürzer werden.

Und hier muss man ganz besonders aufpassen: Was man genau beobachten sollte, sind die Stellen der Pflanze, die manche oft als „Blattachsel“ bezeichnen, die Verzweigung zwischen Stängel und Zweigen. Genau dort, unter der Verzeigung, kann man kleine Knospen oder Vorblüten erkennen:

  • Bei weiblichen Hanfpflanzen entstehen sie als kleine abgerundete birnenförmige Beutel, aus denen zwei weiße Narben hervortreten (der Teil des Stempels, der den Pollen aufnimmt), die viele Grower häufig als „Haare“ bezeichnen.
  • Männliche Pflanzen hingegen bilden ebenfalls einen Beutel, jedoch ohne Stempel. Man kann sogar erkennen, dass die Blüte aus fünf Kelchblättern besteht, die einen Kelch bilden und sich öffnen, um die Staubgefäße mit dem Pollen freizulegen.

Um zu wissen, ob eine Hanfpflanze männlich oder weiblich ist, muss man beobachten, ob diese Blütenfäden (Haare) entstehen oder nicht. Später in der Blütephase öffnen sich die männlichen Blüten und geben eine innere Struktur frei, die einer kleinen Bananenstaude ähnelt. Das sind die Staubblätter, die schließlich ihren Pollen verbreiten, um die weiblichen Blüten zu bestäuben.

Nachdem die weiblichen Hanfpflanzen ihr Geschlecht mit den ersten Narben enttarnt haben, bilden sie clusterförmige Blüten mit mehr „Haaren“, die mit Harzdrüsen (Trichomen) bedeckt werden, bis sie sich schließlich in der Form von Buds ansammeln, die manchmal phänomenale Größen erreichen können.

Was man mit männlichen Hanfpflanzen machen kann

Obwohl es für einige Grower schlechte Nachrichten sind, wenn männliche Hanfpflanzen in ihrem Anbau auftauchen, gibt es für sie eigentlich mehrere nützliche Verwendungszwecke. Zum Beispiel:

  • Neue Hybriden züchten: Männliche Pflanzen sind unabdingbar, wenn ihr neue Kreuzungen von euren Lieblingssorten kreieren möchtet. Beim Breeding ist es wichtig, gut auszuwählen, welche Pflanze ihr zum Bestäuben verwendet, da sie ihre Gene (und damit ihre Eigenschaften) an die Nachkommen weitergibt. Es gibt einige Parameter wie Vitalität, Pollenproduktion oder morphologische Struktur, die man berücksichtigen sollte, um die besten männlichen Exemplare auszuwählen.
  • Fasern für Textilien gewinnen: Für die Herstellung von Hanffasern gibt es einen eigenständigen Industriezweig. Normalerweise werden männliche Exemplare hier verwendet, da ihre Fasern weicher und widerstandsfähiger sind als die von weiblichen und daher ideal für die Herstellung von empfindlicheren Textilprodukten sind (Kleidung, Tischwäsche usw.).
  • Samen für Lebensmittelproduktion: Hanfsamen sind ein Superfood, das in den letzten Jahren aufgrund seiner vielfältigen ernährungsphysiologischen Eigenschaften an Bedeutung gewonnen hat, unter anderem wegen des hohen Gehalts an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Für die Herstellung dieser Samen wird die männliche Pflanze zum Bestäuben benötigt.
  • Wurzeln für therapeutische Zwecke verwenden: Die Wurzeln männlicher Pflanzen haben wohltuende Eigenschaften, die für die Behandlung bestimmter Krankheiten interessant sein können. Heute ist bekannt, dass die Wurzeln Friedelin enthalten, ein natürliches Antioxidans, das für den Schutz der Leber eingesetzt wird. Oder Epifriedelinol, das bei Tumorbehandlungen wirken kann, und pentazyklisches Triterpen, ein sekundäres Stoffwechselprodukt mit antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften.

Wann man die männlichen Hanfpflanzen schneiden sollte

Der Zeitpunkt, an dem die männlichen Pflanzen geschnitten werden, hängt vom Zweck des Anbaus ab und daher von der Verwendung, auf die ihr abzielt. Wenn ihr beabsichtigt, samenlose Buds zu ernten, ist die Antwort klar: Sobald man das Geschlecht erkennen kann. Denkt daran, dass man die Männchen lange vor der Reife ihrer Blüten identifizieren kann und dass sie eine echte Bedrohung für eure wertvolle Ernte darstellen.

Wenn ihr jedoch eure Lieblingsphänotypen kreuzen möchtet, müsst warten, bis die Bestäubung vorbei ist, um die Männchen zu schneiden. Dies kann unmittelbar nach der Bestäubung der weiblichen Pflanzen erfolgen oder ihr könnt noch ein paar Tage warten, wenn ihr noch eine zweite Bestäubungsrunde durchführen wollt, um den gesamten Pollen aus den noch unreifen Blüten zu erhalten.

Zusammengefasst können männliche Hanfpflanzen eine potenzielle Gefahr für eure Ernte darstellen, wenn ihr genießbare Buds wollt, aber sie können auch ein großartiger Verbündeter sein, wenn euer Ziel die Hybridisierung und Zucht neuer Sorten ist. Nun, da ihr die Merkmale und Verwendungszwecke kennt, wissen ihr, was zu tun ist, wenn ihr auf einen von ihnen stoßt.

Die Kannabia Seed Company verkauft ihren Kunden ein Sammlerprodukt, ein Souvenir. Wir können und sollen keine Anbauberatung geben, da unser Produkt nicht dafür bestimmt ist.

Wir sind nicht verantwortlich für die illegale Nutzung der hier veröffentlichten Informationen durch Dritte. Der Anbau von Cannabis für den Eigenverbrauch ist eine Tätigkeit, die bestimmten gesetzlichen Beschränkungen unterliegt, die von Staat zu Staat unterschiedlich sind. Wir empfehlen, die geltende Gesetzgebung im Wohnsitzland zu überprüfen, um zu vermeiden, dass Sie einer illegalen Aktivität nachgehen.

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